Erzähl deine Geschichte selbst

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Stell dir vor, jemand fragt einen KI-Assistenten nach deinem Projekt. Der Assistent antwortet in zwei Sätzen, freundlich und sicher im Ton. Was in diesen Sätzen steht, hat er irgendwo gelesen. Und wenn deine Seite für ihn schwer lesbar war, hat er sich die Geschichte bei jemand anderem geholt.

Daraus wächst das Motto dieser Etappe: Erzähl deine Geschichte selbst. Wer keine eigene, klar lesbare Quelle anbietet, überlässt die Erzählung anderen. Suchmaschinen und KI-Assistenten sind dafür die wichtigsten Leser der kommenden Jahre. Sie arbeiten langsam: Was sie heute verstehen, prägt über Monate, was Menschen finden. Das Papier „Gemeinsam kann mehr“ hat mich darin bestärkt. Es beschreibt, wie eine Stadt ihre Geschichte mit eigenen Kanälen, eigenen Daten und eigener Technik selbst erzählt, und es bringt das auf drei Gedanken, die ich für KISP übernehme.

Erstens: Zugänglichkeit ist die Grundlage. Ein klar gegliederter Text hilft Menschen mit Screenreader, mit wenig Zeit, mit Lernschwierigkeiten oder mit müden Augen. Dieselbe Klarheit hilft Suchmaschinen und KI: eindeutige Überschriften, kurze Sätze, erklärte Fachbegriffe, Datum und Version. Was für Menschen verständlich ist, ist für Maschinen lesbar. Das Thema fällt oft unter den Tisch, obwohl es mehrere Ziele auf einmal erreicht. Bei KISP steht es deshalb am Anfang und nicht am Ende. Die Prüfung der Barrierefreiheit folgt mit dem Inhalt der Seite.

Zweitens: Eigene Technik, eigene Daten. Die Seite wird statisch ausgeliefert: schnell, sicher, ohne Cookies, ohne fremde Skripte. Dazu passt, dass ich Messwerkzeuge und Plugins meide, die Besucher an Dritte weiterreichen.

Drittens: Offen und strukturiert. Gute Quellen erklären, wie sie entstanden sind. Genau das tut dieser Blog. KI-Systeme geben klare Aussagen korrekt wieder oder lassen sie weg. Ein sauberer Aufbau entscheidet also mit, ob deine Worte in einer Antwort auftauchen.

Yoast als Werkzeug

Für die Umsetzung installiere ich das Plugin Yoast SEO. Es hilft, Titel und Beschreibungen so zu schreiben, dass Suchmaschinen sie gut lesen, und es liefert die Sitemap, eine Art Inhaltsverzeichnis für die Seite.

Yoast bringt viel mit, und vieles davon braucht KISP nicht: Werbung für die Bezahlversion, Verbindungen zu fremden Diensten, Funktionen für große Shops. Ich gehe die Liste durch und lasse nur an, was zur Idee passt: schlank, ohne Cookies, ohne Anrufe bei fremden Servern. Die Hilfen für KI-Texte bleiben aus, weil Claude die Texte ohnehin selbst schreibt.

Eine Datei bleibt bewusst an: die llms.txt. Sie ist ein kleines Inhaltsverzeichnis, das sich an KI-Assistenten richtet. Dort steht, welche Seiten es gibt und worum es geht. Es ist ein Stück „Geschichte selbst erzählen“ in Dateiform. Auch die Schema-Angaben bleiben an. Das sind unsichtbare Etiketten im Quelltext, die Maschinen sagen: Das ist ein Artikel, das ist die Startseite, das ist der Name der Seite.

Gesperrt, bis die Geschichte steht

Solange die Seite noch leer ist, bleibt sie für Suchmaschinen gesperrt. Ein Haken in WordPress erledigt das. Der Haken wird vor dem öffentlichen Start wieder entfernt, und dieser Punkt steht fest auf dem Board.

Google und Bing kennenlernen

Dann geht es an die Anmeldung. Bei Google heißt das Werkzeug Search Console. Damit Google glaubt, dass die Domain mir gehört, schreibe ich einen kurzen Text in den Namensdienst der Domain, einen TXT-Eintrag im DNS. Das dauerte wenige Minuten, dann stand das Häkchen.

Bei Bing lief es ähnlich, mit einem CNAME-Eintrag. Bing ist wichtig, weil auch DuckDuckGo, Ecosia und KI-Assistenten auf seine Daten zurückgreifen. Wer nur an Google denkt, lässt einen großen Teil der Leser aus.

Was ich ablehne

Das Google-Plugin Site Kit installiere ich nicht. Es würde Skripte und Cookies auf die Seite bringen, und beides braucht KISP nicht. Die Search Console funktioniert auch ohne. Ebenso habe ich ein Plugin verworfen, das Yoast-Werbung ausblendet: ein weiteres Plugin für eine Aufgabe, die sich später beim Export erledigen lässt.

Denn eine Kleinigkeit bleibt: Yoast hinterlässt Spuren im Quelltext, in der Sitemap und in der llms.txt. Beim Export der statischen Seite lasse ich sie von Simply Static entfernen.

Ergebnis: Yoast SEO ist schlank eingerichtet, die Indexierung ist gesperrt, Google und Bing kennen die Domain. Der Weg ist vorbereitet, damit die Geschichte später dort ankommt, wo gefragt wird.

Zeig mir, wie es geht: Yoast installieren und schlank stellen
  • Installation im Stack-Ordner /data/terruhn.it/kisp:
docker compose -p kisp run --rm wpcli wp plugin install wordpress-seo --activate
docker compose -p kisp run --rm wpcli wp plugin list --fields=name,status,version

Der Wrapper kisp-wp erlaubt bewusst keine Plugin-Befehle. Das gehört zum Zugriffskonzept von Claude.

  • Yoast SEO v28.6, Einstellungen → Allgemein → Website-Funktionen:
  • an: SEO-Analyse, Lesbarkeitsanalyse, Cornerstone-Inhalt, Schema-Framework, XML-Sitemaps, Open Graph, X-Kartendaten, llms.txt (Automatik)
  • aus: Yoast KI, Schema-Aggregationspunkt, Einblicke, Inklusive Sprachanalyse, Text-Link-Zähler, REST-API-Endpunkt, Slack-Freigabe, Aufgabenliste, Admin-Leiste
  • Nutzungsdaten teilen: aus
  • Integrationen (Semrush, Wincher, Zapier, Algolia und weitere): aus, sie sprechen externe Dienste an.
  • Website-Grunddaten: Name „The Keep IT Simple Project“, alternativer Name „KISP“, Trennzeichen „–“.
  • Vorlagen für Beiträge und Seiten: SEO-Titel %%title%% %%sep%% %%sitename%%; Beitrags-Beschreibung %%excerpt%%.
  • Aus der Suche genommen: Kategorien, Schlagwörter, Autoren-, Datums- und Formatarchive, Medienseiten.
  • Indexierungssperre: Einstellungen → Lesen → „Suchmaschinen davon abhalten …“. Der Wert blog_public steht auf 0:
sudo -n /usr/terruhn.it/sbin/kisp-wp option get blog_public
Zeig mir, wie es geht: Search Console und Bing
  • Search Console, Property-Typ Domain: Eingabe thekeepitsimpleproject.org (ohne Protokoll und ohne www). Google nennt einen Wert google-site-verification=….
  • Im KAS von All-Inkl unter den DNS-Einstellungen der Domain einen Eintrag anlegen: Host leer (Hauptdomain), Typ TXT, Wert wie von Google genannt. Danach in der Search Console „Bestätigen“.
  • Bing Webmaster Tools: Bestätigung per DNS mit einem CNAME-Eintrag, den Bing vorgibt. Die Property lässt sich auch aus der Search Console importieren.
  • Das Meta-Tag im <head> wäre ein weiterer Weg und würde auch aus der statischen Seite exportiert. Es gilt für eine URL-Präfix-Property.
  • Die Sitemap (/sitemap_index.xml) wird erst nach dem öffentlichen Start eingereicht.
Zeig mir, wie es geht: Yoast-Spuren entfernen
  • Yoast schreibt Kommentare in den <head>, einen Hinweis in die Sitemap und die Zeile „Generated by Yoast SEO“ in die llms.txt.
  • Geplanter Weg: „Suchen und Ersetzen“ in Simply Static Pro beim Export. Verworfen wurden ein Fremd-Plugin (Toasty Purge) und eine eigene Datei im Ordner mu-plugins.
  • Die automatische llms.txt listet bisher nur die Startseite und die Kategorie „Etappen“, die Links zeigen auf die Arbeitsinstanz. Beim Export wird geprüft, ob die Adressen umgeschrieben werden; bei Bedarf stellt die Auswahl auf manuell.